Bunert Lichterlauf

6. August 2008

Morgen zusammen!

Bevor wir uns gleich auf den Weg zu Schneckentreffen im Königsforst machen, noch kurz ein kleiner Bericht vom Lichterlauf gestern abend in Duisburg!

Irgendwie lief gestern nachmittag nicht so hektisch wie gewohnt. Nachdem Regina etwas verspätet von der Arbeit kam, war bei mir die Luft raus, ganz früh loszufahren und mir die anderen Läufe vorher anzusehen.

Also sind wir ganz gemach gegen 18:45 Uhr losgefahren und konnte gerade noch sehen, wie der Firmenlauf auf die Strecke ging.

An der Videowand war noch keiner, also sind wir erst mal zur Startnummernausgabe gegangen um die Startnummern und das diesjährige Käppi, übrigens ins grau, abzuholen.

Ging alles problemslos und als wir an der Videowand waren, standen dort schon Flinki und Siggi. Also noch eben schnell zum Parkplatz und die hindernde Oberbekleidung abgelelgt und dann schnell wieder zurück zur Videowand. Jetzt waren fast alle da: Klaus, Flinki, Siggi, Ulrike mit Freundin, Günni, Regina und ich. Es fehlten noch Björn und Meike. Während die anderen nun ihre Sachen in irgendwelche Autos verstauten, kamen auch noch Björn und Meike. Jetzt fehlte eigentlich nur noch OlliH. Gesehen haben wir ihn dann aber leider nicht, nur von ihm gehört, als der Streckensprecher ihn kurz nach meinem Zieleinlauf ansagte!

So, 20:30 Uhr, nur noch drei Ralfen vom Start entfernt, verkündet der Streckensprecher, dass die Firmenläufer nicht so schnell wie geplant sind und sich der Start des Hauptlaufes um 10 Minuten verschiebt!

Ist eigentlich nicht so schlimm, denn die Temperaturen sind angenehm und mehr als nervös werden kann man ja auch nicht.

Mit Günni zusammen will ich unter 55 Minuten laufen und Meike schließt sich uns an. Ganz dreist wählen wir das Ende des ersten Startblocks, eigentlich sub50, aber ich habe da so meine Erfahrungen aus dem letzten Jahr!

Jetzt aber zum eigentlichen Lauf!

20:55 Uhr fällt der Startschuß und recht locker traben wir mit den schnellen Hirschen und Hirschinnen über die Startlinie. Uhr gedrückt und weiter geht’s. Das Tempo ist angenehm, die Zuschauer feuern uns an und alle sind ganz locker drauf. Ich erkläre Günni noch schnell, dass wir etwas schneller, so ungefähr mit 05:15 Minnuten unterwegs sind und ich wharscheinlich ab KM 3 nicht mehr zur Komunikation beitragen kann. Jetzt biegen wir auf die eigentliche Laufstrecke ein und Km 1 ist mit 05:15 Minuten Geschichte.

Günni geht’s offensichtlich gut, denn ich merke, wie er jetzt das Tempo etwas forciert. Aber es ist ja auch zu verführerisch leichtfüssig an den anderen vorbeizutraben, die noch langsamer sind als wir. Es ist deutlich weniger Action an der Strecke als letztes Jahr, aber wir können frei laufen und es macht richtig Spaß. Kurz vor der 2-km-Markierung ist für den ersten Läufer der Wettkampf schon mit Wadenproblemen zu Ende. Wir gehen locker mit 04:55 Minuten (sach ich doch!) durch und ich versuche das Tempo wieder auf 5:15 zu drücken. Das Ende, ‘ne nicht unseres, sondern das der Regattastrecke naht und auf der anderen Seeseite macht die einzige Mobile Disko an der Strecke ziemliches Spektakel. Fröhlich in die Zuschauer winkend rennen wir dann Richtung Start und Ziel!

Die Disko hat genau bei KM 3 aufgebaut, was bei uns, da auch noch eigene KM-Schilder plaziert sind, zu etwas Verwirrung führt. Auf der zweiten Runde klärrt sich das aber und mit 05:13 Minuten sind wir wieder voll im Plan.

Entgegen meinen Erwartungen werde ich doch noch nicht einsilbig, bzw. sprachlos, aber merke, das Günni ziemlich zu beissen hat. Ich denke mir, wenn ich ihn jetzt noch bis km 5 motivieren kann, dann kann er etwas rausnhemen und kommt sich unter 55 Minuten rein. mein Ziel habe ich mitlerweile insgeheim auf sub53 hochgeschraubt. Also kurz versucht Günni aufzubauen und mit 05:18 Minuten haben wir nicht zu viel verloren.

Jetzt kommt die leichte Steigung mit der kurzen giftigen Rampe am Ende. Im Gegensatz zu letzten Jahr “sprinte” ich mit kurzen Schritten die Rampe hoch. Günni macht mir jetzt doch etwas Sorgen und hundert Meter weiter schickt er mich weg. Ich sag ihm noch, dass er nicht mehr wie 15 Sekunden zurücknehmen soll, dann passt’s schon. Bis zum Ende des Gefälle’s ist meine Atmung wieder im grünen Bereich und ich orientiere mich nach vorne. Rechts plärrt der Streckenposten und mit 05:07 Minuten geht es auf die zweite Runde.

Auf dem nächsten KM sind die Lichtverhältnisse nicht ganz so prickelnd, da einige Laternen ausgefallen sind. Trotzdem kann ich mich läuferweise nach vorne hangeln. Bis KM 6, nochmal genau in 05:07 Minuten bin ich bis zu einem Läufer aufgelaufen, der wie ein Walross schnauft (oder ist es schon röcheln?). Ich passiere ihn mit leichter Beschleunigung, doch er will sich nicht geschlagen geben und ich kriege das Röcheln nicht aus dem Ohr. Nach zwei weiteren Tempoverschärfungen gibt er dann aber auf und ich hänge mich erst mal hinter ein Päarchen vom LC Duisburg. Naja, etwas Erholung kann ich jetzt schon gebrauchen und ich ruhe mich bis KM 7 aus. Mit 04:59 Minuten passiere ich das Schild und nehme mir vor, die Duisburger bis zur Disko passiert zu haben.

Das gestaltet sich zwar nicht ganz so einfach und die Petroleumfackeln im Diskobereich sind auf dieser Runde auch nicht wirklich leistungsfördernd, aber ich schaffe es. Mit glatt 05:00 Minuten geht es weiter.

Jetzt habe ich niemanden direkt vor mir, und die paar, die mich überholen, sind zu schnell für mich. Dieser KM wird richtig hart und jetzt fallen mir Günni’s Worte ein: Warum tuen wir uns das an?

Das sind natürlich die vollkommen falschen Gedanken und kurz vor KM 9 rauscht Maria, die Vereinskollegin von Klaus, die mit Wadenproblemen an der Start geangen war, an mir vorbei. So nicht junge Frau, denke ich und trotz Steigung und Rampe verlieren ich auf dem KM mit 05:00 Minuten nichts. Allerdings kann ich auch nicht zu Maria auflaufen.

Allerdings meinte ich bei der Rampe gesehen zu haben, dass sie etwas schwächelt. Da male ich mir für die Zielgerade noch eine kleine Chance aus. Also abwärts Richtung Zielgerade die Atmung wieder normalisiert, links ab , Maria ist etwa 5 Meter vor mir und ich schalte den Turbo zu. Langsam aber sich ziehe ich an ihr vorbei, aber fiel schneller geht es jetzt wirklich nicht mehr. Hoffentlich reicht es die letzten 150 Meter noch. Aber ich sehe Maria erst im Ziel wieder! Mit 04:53 wird der Letzte mein schnellster KM und mit 50:29 Minuten habe ich meine Zeit vom letzten Jahr um 6 (in Worten sechs) Minuten unterboten, um nicht zu sagen pulverisiert.

Maria blieb noch unter 50 Minuten und hatte aber ziemliche Seitenstiche. Jetzt erst mal den Becher geschnappt und Iso eingeflösst. Björn und Siggi sind im Plan gebleiben und kurz nach mir kommt Meike mit 53nochwas rein und strahlt sich einen zurecht!

Nach und nach trudeln alle ein und nachdem sich Björn und Meike verabschiedet haben, machen wir uns auf den Weg zum Italiener. Irgendwie macht es mir schon Sorge, dass Günni weg ist, aber die anderen bringen ihn dann doch mit zum Italiener und er ist mit 55:02 Minuten fast nach Wunsch gelaufen.

Maria will auch noch mit, hat aber Probleme mit den Leuten, die bei ihr mitfahren und kann leider erst zum Italiener, als wir unsere Pasta und Pizza schon verdrückt haben.

Kurz vor 12 machen Regina und ich uns wohlgestärkt auf den Heimweg und das nächste mal klatsche ich die 50 an die Wand!!!


Rhein-Ruhr Halmarathon

6. August 2008

Hallo Zusammen!

Da dies mein zweiter Duisburger Halbmarathon war, habe ich mal zum Vergleich ein Eigenquote des letzten Jahres beigefügt!

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Zuerst die Vorbereitung gestern. Flinki und Spike hatten einen kleines italienisches Restaurant ausgesucht, in dem es günstig supergute Pastagerichte gab. Die Bilder hat Uwe ja schon Online gestellt. Mit der nötigen Flüssigkeit in Form von reichlich Wasser ergab das heute Morgen bei der “amtlichen” Kontrolle 2 kg Mehrgewicht!

Auf Mooris Anraten hin, gab es gestern Spaghettti Bolognese mit Rotwein! Natürlich gefolgt von ordentlich Wasser wegens der ausreichenden Hydrierung!!!

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Also gegen 05:30 Uhr ging der Wecker. Schnell aus den Federn und einen Kaffee verdrückt. Dann im Forum noch schnell die Bilder von gestern abend geschaut, die Hunde versorgt und gegen 07:00 Uhr Richtung Duisburg auf den Weg gemacht.

Irgendwie waren wir heute morgen etwas langsamer und fast hätte ich Moori schon verflucht, da sich leichte Anflüge von Durchfall einstellten. Dadurch verzögerte sich die Abfahrt bis 07:20 Uhr.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
In der Autobahnabfahrt dann ein kleiner Stau, der von freundlichen Helfern in Senfgelb schnell aufgelöst wurde. Von der Abfahrt war es dann noch ca. 150 m bis zum Parkplatz, wo ein Vereinkollege noch einen Parkplatz frei gehalten hatte, sodass wir gegen 08:10 Uhr den Wagen geparkt hatten.

Wir waren fahrtechnisch wohl etwas schneller unterwegs, denn gegen 08:00 Uhr waren wir an besagter Autobahnausfahrt, aber die Polizei fing mit Verkehrsregelung erst gegen 08:10 Uhr an, als wir den Stau und die Ausfahrt hinter uns hatten!

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Jetzt noch kurz auf die Toilette (“Jeder bitte nur einen Baum”), noch Nadine gesucht und dann den Startbereich, wo sich gerade die letzten Marathonis auf den Weg machten, aufgesucht.
Gut das dort so viele Bäume waren!
Irgendwie hatte ich es mit der Flüssigkeitsaufnahme wohl doch etwas übertrieben!

Die Parkplatzsuche gestaltete sich dieses Mal etwas schwieriger, aber am Ende war dann ein Platz direkt am Ende der Startaufstellung gefunden.
Erst mal hinter den nächsten Baum, denn w.g. war ich sehr gut hydriert!
LA-Singlet an, Sonnenschutzcreme auf die Arme und Schultern, noch einen halben Liter Iso, Melkfett auf die Brustwarzen und Elektrodengel auf den Brustgurt, 08:40 Uhr, alles fertig. Also nochmal hinter einen Baum, w.g. war ich sehr gut hydriert.
Walter kam dann auch und wir machten uns zusammen warm. Gegen 09:05 Uhr kam Uwe kurz vorbei und Klaus brachte noch zwei Vereinskollegen/innen mit.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
09:10 Uhr: Endgültig begeben wir uns in die Startaufstellung, natürlich, wie es sich für Anfänger gehört ganz nach hinten! War es jetzt 09:15 oder wie vorher angesagt 09:20 Uhr, keine Ahnung, war viel zu nervös.
“Auf die Plätze”, Startschuss!

War dieses Jahr eigentlich nicht anders, ausser dass ich viel weiter vorne stand und selbst da noch zweimal raus musste. Btw hatte ich schon erwähnt, dass ich sehr gut hydriert war?

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Wie erwartet passiert erst mal gar nichts. Langsam gehend bewegt sich die Läuferschar auf die Startlinie zu. Dann kurz die Uhr gedrückt und ab gehts. Die Temperatur liegt geschätzt bei 23°C und ich finde schnell meinen Laufrythmus. Wie geplant, bei der Temperatur etwas langsamer und der erste KM ist nach 06:52 min. (HF 144) etwas zuuuu langsam.

Die Temperatur liegt Gott sei Dank heute nur so bei 15°C und der erste Kilometer läuft erschreckend langsam mit 05:55 (HF 148 )
@Klaus: Hatte nach 22 sek. irgendwie auf die Uhr gedrückt, du hattest Recht!

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Also etwas die Geschwindigkeit erhöht und links ab Richtung Neudorf. Der zweite KM läuft dann mit 06:35 min. (HF 147) etwas besser.

Der Zweite läuft dann schon wesentlich besser mit 05:37 min. bei HF 158.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Auf dem nächsten ruft dann allerdings schon wieder der Baum und der KM 3 steht mit 07:16 min (HF 145) zu buche.

Das dritte KM-Schild steht hinter einem Auto, sodass ich es erst nicht sehe. So bleiben nachträgliche 05:47 min. mit Hf 160.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Jetzt biegen wir vor dem Bahnhof links ein und passieren diesen auf der Rückseite. Bin voll im Plan, KM 4 mit 06:32 min. (HF 147).

Natürlich wir der nächste KM entsprechend schneller. Walter, Klaus und Maria (Vereinskollegin von Klaus) sind immer noch da, nur die Gespräche werden weniger und meine Blase meldet sich auch schon wieder, aber noch bin ich hart. (05:18 min. HF 157)

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Hinter dem Bahnhof gehts links weiter und über die A 59. Dann bei KM 4,5 trennen wir uns von der Marathonstrecke und biegen in der Altstadt Richtung Hochfeld ab. Hier erwischt mich das erste Mal die Sonne so richtig. Kein Wind weht und der 5. KM schlägt mit 06:49 (HF 149) zu buche.

Die Sonne kommt so richtig raus und ich kann dem Harndrang immer noch widerstehen. Jetzt ist der KM-Schnitt ziemlich im Plan! (05:28 min HF 157)

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
KM 6 ist mit 06:39 min. (HF 150) nicht aufregend, nur das langsam die erste Verpflegungsstelle kommen könnte.

Bis hinter die neue Verpflegungsstelle schaffe ich es nicht mehr. Also kurz vorher ein Gebüsch gesucht (Hatte ich schon erwähnt, dass ich sehr gut hydriert bin?) und trotz Getränkeaufnahme schaffe ich spielend wieder den Anschluss an die anderen (05:43 min HF 163).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Auf KM 7 verlangt die Natur zum wiederholten Male ihr Recht, aber ich schaffe diesen noch in 06:49 min. (HF 151).

Auf KM 7 lässt sich Klaus etwas zurückfallen und Uwe zieht an mir vorbei.
(05:18 min HF 167).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Im Kilometer 8 endlich die erste Verpflegungs- und Wasserstelle. Da diese vorher angekündigt wird, kann ich das Tempo etwas erhöhen, um durch das Gehen in der Verpflegungsstelle nicht zu viel Zeit zu verlieren. Also ein Becher Iso-Getränk, ein Becher Wasser und den KM in 06:46 min (HF 151) erledigt.

Ein Becher Wasser an der nächsten Verpflegungsstelle, Maria hat leider Iso erwischt und kippt den direkt weg. Ich kann wie immer nur im gehen Trinken und muss dann wieder etwas Gas geben um Maria wieder zu erreichen. Walter kann das Tempo nicht mehr mitgehen (05:21 min HF 162).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Mit soviel Flüssigkeit läuft es wieder richtig rund und KM 9 ist in 06:34 min (HF 151) bewältigt.

Was oben reingeschüttet wird, muss auch irgendwann wieder unten raus. Bei mir ist es heute etwas schneller, weil w.g. ich bin sehr gut hydriert. Also wieder Rechts ran und Wasser marsch. Jetzt gelingt es mir zwar noch mal an Maria ranzulaufen, aber bei der nächsten Verpflegungsstelle schaffe ich es nicht mehr (05:23 min HF 147 (?)).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
KM 10 läuft nicht ganz so gut. Ich passiere Wanheimerort mit 06:52 min (HF 151).

An der nächsten Verpflegungsstelle gönne ich mir neben Wasser auch eine halbe Banane. Bis auf 15 m kann ich danach wieder zu Maria auflaufen, aber ich komme nicht mehr ran (05:33 min HF 166).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Auf KM 11 erwischen mich ein Kindergarten mit Wasser zum Abkühlen und der nächste Offizielle Verpflegungsstand. Das kostet Zeit: 07:30 min. (HF 149). Also wieder etwas angezogen und ab gehts Richtung Buchholz.

Es läuft weiter prima und so spare ich mir die nächste Verpflegungsstelle (05:30 min HF 161).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
In einem netten Wohngebiet die ersten Duschen. Nach dieser Erfrischung klappt der KM 12 in 06:44 min. (HF 152).

KM 12 läuft mit Publikumsunterstützung gut, nur der Flüssigkeitshaushalt ist noch nicht ganz ausgeglichen.(05:25 min HF 166)

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Der KM 13 erfreut uns wieder mit einer Verpflegungsstelle, was wieder etwas Zeit kosten: 07:17 min. (HF 149).

Am nächsten Verpflegungsstand nehme ich mir ein Wasser und hoffe, dass ich die Flüssigkeit bald wieder los werden kann. W.g. ich bin sehr gut hydriert. Auch dass klappt auf diesem KM noch. (05:34 min HF 164)

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Auf dem nächsten Kilometer kurz vor Querrung der A 59 der nächste Verpflegungsstand. Wie üblich ein Iso und ein Wasser, dann einen Teil des Wassers ins nächste Gebüsch gebracht und ab über die Autobahn: 07:09 min. (HF 151).

Wegen einem leichten, mehr mentalen Durchhänger, leiste ich mir am nächsten Verpflegungsstand noch eine Cola, bevor es über die A 59 und unter den Bahngleisen durchgeht (05:59 min HF 164).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Der KM 15 beginnt, wie der vorherige endete, mit einem Verpflegungsstand. Irgendwie habe ich hier ziemlich Zeit vertüdelt, denn die Uhr zeigt 08:35 min. (HF 142).

Den nächsten Verpflegungsstand spare ich mir jetzt, dafür muss ich am Ende des KM noch ein letztes Mal rechts ran, w.g. ich war sher gut hydriert. (05:47 HF 162)

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Nun geht es paralell zur A 59 lang und gerade Richtung Wedau. Die Unterstützung durch die Zuschauer wird immer besser, überall Klatschen, aufmunternde Worte und Duschen. Auch die KM-Zeit wird hier wieder besser: 06:57 min. (HF 153).

Es sind wesentlich weniger Zuschauer wie letztes jahr auf der Strasse. Trotzdem kann ich die KM -Zeit noch mal auf 05:35 min. (HF 165) hochschrauben.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
KM 17 bringt die Vorfreude auf den vorletzten Versorgungsstand, und es läuft jetzt irgendwie runder: 06:49 min. (HF 154).

Auf KM 17 kann ich den Schnitt noch fast halten (04:40 min HF 165).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Zu Anfang von Km 18 dann der vorletzte Verpflungungsstand und die Zeit bröckelt wieder etwas: 07:08 min. (HF 152).
Die Zeit bröckelt weiter und nachdem ich den vorletzten Verpflegungsstand ausgelassen hatte, bin ich froh, dass noch einer kommt (05:48 min HF 164).
[quote]
von mir vom letzten Jahr
Nun folgt eine lange Gerade auf der ich zum letzten Mal in die Büsche muss und der letzte Versorgungsstand. KM 19: 07:46 min. (HF 154).

Durch ein letztes Ralfen (hatte ich schon angemerkt, dass ich sehr gut hydriert war?) und Wasser fassen an der letzten Verpflegungsstelle war der 19er der erste und letzte KM > sechs Minuten (06:05 min HF 164).

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Nun kurz Resümee gezogen. Noch ungefähr 2,1 km, alles schattig und die Entfernung kenne ich ja. Also dann jetzt mal einen kleinen extra Wettkampf gestartet.
Nachdem ich auf den letzten Kilometern bereits einige überholt habe, die sich das Rennen nicht richtig eingeteillt haben, kann ich jetzt mit einer kleiner Tempoerhöhung, KM 20 : 06:03 min (HF 162), immer mehr Langsame und Geher einsammeln.

Also noch mal die letzte Kräfte mobilisiert und den Motor hochgedreht. Eine Einsammelaktion wie letztes Jahr wird es dieses mal nicht, aber mit 05:18 min. [HF 168] geht da doch noch was.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Kommt für die Psyche unwahrscheinlich gut. Also noch etwas zugelegt und mit Sambaunterstützung und einer Gänsehaut in der engen Zuschauergasse vor dem Stadion ins Stadion rein und auf den letzten Metern im Schlußspurt noch mal so 10 Läufer kassiert. Letzter KM und der Rest: 06:14 min. (HF 169).

Die Sambakapelle nehme ich dieses Jahr nur am Rande war. Auch auf dem letzten Km sind wesentlich weniger Zuschauer unterwegs. Dafür steht kurz vor dem größtem Getümmel das Kahlhörnchen mit grossen Augen an der Seite und schreit mir irgendwas zu. Dann geht es auch schon Richtung Stadion und mit Erstaunen sehe ich auf einer Uhr die Anzeige 01:56:irgendwas. Da ist ja Sub-2-Stunden noch drin. Also noch mal etwas zugelegt und rein ins Stadion. Super Stimmung und der Marathonspitzenreiter hat mich nicht eingeholt. Mit 05:23 min. bei HF 173 für den Rest der Strecke laufe ich mit 01:57:51 durchs Ziel. Die DurchschnittsHF liegt bei 162 bmp, also 88% HFmax.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Schaffe es im Ziel erst mal nicht sofort meine Uhr zum stehen zu bringen. Dann klappts aber doch und ich liege mit meiner gestoppten Zeit nur 5 Sekunden über der Nettozeit von 02:26:00

Bin immer noch erfreulich frisch und nach einem Iso, einem Wasser und einem Bier gehts mir blendend. Noch kurz das Finisher-T-Shirt abgeholt und dann zu den Vereinskollegen um auf Regina zu warten.

Der ersten Bekannten, den ich finde ist Uwe. Gemeinsam stellen wir uns bei den Finishershirts an. Dann kommen auch bald Maria und Klaus dazu und danach wollen wir uns erst mal ein Köpi gönnen.
Im Gegensatz zum letzten Jahr klappt hier aber auch garnichts. Erst stehen wir in der Reihe, die sowieso viel langsamer bediehnt wird und dann geht dort auch noch das Bier aus und der Zapfer verschwindet. Also wird es erst mal nichts mit Köpi und ich verpasse auch noch den Einlauf von Regina. Dafür ist zwischendurch Walter aufgetaucht.

Zitat:

von mir vom letzten Jahr
Als die auch da ist, noch ´ne Banane und ´ne Runde Apfelschorle für alle. Dann noch kurz die Zeit in die Medaille gravieren lassen und dann wollen wir nur noch nach Hause. Ausserdem warten dort die Hunde.

Irgendwann habe ich dann auch Regina wiedergefunden. Statt dem Köpi, jetzt habe ich da auch keine Lust mehr drauf, gibts jetzt noch ein paar Becher Cola und eine Banane und dann noch schnell die Zeit in die Medaille gravieren lassen und nachdem das Hörnchen auch ausserhalb des Stadions nicht zu sehen ist, schnell nach Hause.

Jetzt kann die Laufwoche in Ehrwald kommen und ich bin gespannt wie dicht ich beim Sonnwendlauf an die 50 Minuten kommen kann!


Ruhrauenlauf

6. August 2008

Morgen zusammen!

Vorab erst mal das Resümee. Man kann so einen landschaftlich wunderschönen Wettkampf als Trainingslauf viel besser geniessen und trotzdem noch gemütlich eine StreckenPB laufen!
Aber jetzt mal von Anfang an und mit der gewohnten Präzision.

Unerwartet konnte ich etwas früher anreisen, was zur Folge hatte, dass ich Katja kurz vor dem Zieleinlauf auf ihrem 5er noch begroupen konnte. Stefan habe ich leider verpasst. Auch hinterher habe ich beide nur noch kurz von weitem gesehen und wech warnse!

Ach ja, die Sonne hatte ich natürlich auch mitgebracht!

Die Startunterlagenausgabe klappte wieder vorzüglich und schnell und auch die Parkmöglichkeiten waren dieses Jahr wesentlich besser geregelt!

Als ich mir dann die Kinderläufe anschaue treffe ich Klaus und wir können uns noch kurz unterhalten.
Dann gegen 16:30 Uhr wird es dann Zeit langsam mit den Vorbereitungen zu beginnen. Also zum Auto, 1/2 Liter Iso nachgefüllt und die Laufschuhe geschnürrt und die Startnummer am Singlet befestigt. So habe ich mich dann erst mal so 2 km warmgelaufen und danach etwas gedehnt, während im Stadion das Läuferanimationsprogramm, sprich Warmhüpfen, läuft!

Dann sehe ich Björn ‘s Blondschopf und gemeinsam laufen wir uns im Stadion noch mal 2 Runden warm. Björn stellt mir noch kurz Meike vor und muss dann auch schon zu Start des “Profilaufes”.

Ich habe ja noch 5 Minuten länger Zeit und da ich ja nicht schnell laufen will, begebe ich mich schon mal zum hinteren Bereich der Startaufstellung! Dort findet mich Helmut und wir beschließen, denn Lauf gemeinsam anzugehen!

17:30 Uhr, die Profis sind weg und der Rest geht in die Startaufstellung. Schön weit hinten und aufpassen, dass wir nicht gerade in einer Pfütze stehen, warten wir auf den Startschuß.

Dieser fällt pünktlich, wir gehen bis zur Startlinie, Uhr gedrückt und ab gehts. Wir haben uns ziemlich gut postiert, da uns auf den ersten 500 m nur wenige Überholen. Mein Tempogefühl sagt “Voll im Soll”, aber mein Pulsmesser signalisiert 10 bmp zu viel. Aber was soll ‘s, sowas habe ich nicht zum ersten Mal und beunruhigt mich nicht mehr. Das erste KM-Schild, supergroß und in knalligem rot, kommt uns entgegen und wird planmäßig mit 5:57 min (HF 155 = 83%) passiert.

Weiter geht es an der Ruhr entlangt, kurz einen Deich hoch und bald auch schon wieder runter. Die Ersten sammeln wir jetzt schon ein und KM 2 ist mit 5:57 min (HF 162 = 87%) Geschichte.

Nun geht es eine kurze Steigung über eine vorbildlich abgesperrte Straße hoch und in einen kleine Park. Komisch, letztes Jahr gab es hier die erste Wasserstelle und jetzt ist nichts zu sehen. Mir ist es egal, denn bei diesem Tempo, brauche ich nichts zu trinken und KM 3 gibt auch ‘ne Punktlandung in 5:56 min (HF 163 = 88%).

Helmut ist jetzt nicht mehr so gesprächig und ich glaube Wasser wäre für ihn nicht schlecht. Gott sei dank, kommt dann doch die Wasserstelle und auf Helmuts Seite der Strecke kommen die Helfer mit dem Nachfüllen nicht nach. Auf meiner Seite gehts und schnell kann ich noch einen Becher für Helmut greifen. Der kann gerade noch einem Poller ausweichen, da die Wasserstelle wirklich ungünstig gewählt wurde. So erfrischt geht ‘s bergab Richtung Parkplatz am Stadion. Die 4er-Markierung wird mit 5:54 min (HF 164 = 88%) passiert und es geht auf der Rückseite des Stadions wieder an der Ruhr lang.

Zuerst unter Bäumen führt der Weg dann bis fast an die Ruhr. Das Schild von Kilometer 5 lassen wir mit 5:55 min (HF 164 = 88%) hinter uns und Steigung zum Gartenschaugelände liegt vor uns.

Erst gemächlich, wird es auf der Brücke dann heftiger. Erste Läufer gehen, doch wir nicht! Die Schrittlänge verkürzt und die Frequenz erhöht, ist es dieses Jahr für mich kein Problem. Helmut kommt mit den kurzen Schritten nicht klar und muss ziemlich beissen. Nach dem steilsten Stück geht es dann den letzten Rest gemächlich hoch. Wir verlieren auf diesem KM mit 6:26 min (HF 166 = 89%) nur 30 Sekunden.

Klaus als Streckenposten kann uns noch fotografieren und an der Wasserstelle im Gartenschaugelände greift Helmut daneben. Auf meiner Seite sind ein paar mehr Tische und ich kann noch einen Becher für ihn greifen. Nun gehts durch die Gartenschau auf einer kräftesparenden Gefällestrecke wieder runter zur Ruhr. Wir lassen es laufen und sammeln wieder einige Läufer ein. Die Strecke ist hier sehr winkelig, doch bei KM 7 haben wir mit 5:44 min (HF 164 = 88%) einen Teil des Rückstandes wieder wett gemacht.

Nachdem wir einen Hochzeitsgesellschaft passiert haben, geht es direkt auf einem Uferweg wieder Richtung Stadion zurück. Helmut wird langsamer und kriegt einen Krampf im Oberschenkel. Mit schlechtem Gewissen lasse ich ihn zurück und passiere Km 8 nach einem kleinen Anstieg mit 6:00 min (HF 168 = 90%).

Jetzt geht es über verschiedene Brücken zweimal über die Ruhr. Da ich nicht zu knapp unter der Stundenmarke bleiben will, lege ich jetzt etwas an Tempo zu. Komischerweise scheint die letzte Brücke nicht für Läufer ausgelegt zu sein, denn sie schwingt unter den Laufschritten merklich. Mitten auf dieser passiere ich KM 9 mit 5:32 min (HF 173 = 93%).

Jetzt muß ich aber aufpassen, dass ich nicht zu viel Gas gebe. Es juckt mir in den Füssen, da ich merke, dass ich eigentlich noch völlig frisch bin! Aber auf den letzten 500 m siegt die Vernunft und ich laufe die Strecke locker zu ende. Gut, etwas schneller war ich noch, aber kein Schlußspurt! So laufe ich locker mit 5:22 min (HF 175 = 94 %) ins Ziel.
Die Nettozeit ist 58:48 min mit einem Schnitt von 165 bmp = 89% HFmax.

Jetzt erst mal Apfelsaft, Wasser und eine Banane. Dann will ich schauen wo Helmut bleibt und spiele mit dem Gedanken ihm entgegen zu laufen, da ich ihn ja zurückgelassen hatte! Zwischendurch treffe ich noch Björn und Meike wieder, die beide ihr Ziel knapp verpasst hatten.

Plötzlich erspähe ich dann Helmut. Nicht auf der Strecke, sondern neben dem Ziel steht er und hat es trotz der Probleme noch in etwas über 1 Stunde geschafft.
Jetzt noch etwas Flüssigkeit nachgefüllt und dann beschliessen wir, erst mal die Klamotten zu wechseln und dann auf die Suche nach Klaus zu gehen.

Die kurz danach ausgehängten Ergebnislisten bestätigen unsere Handstoppung. Helmut muss den Leihchip noch abgeben und ich streife durch das Stadion und finde Klaus natürlich am Bierstand.

Nachdem die Urkundenausgabe erst für 20:00 Uhr angekündigt wurde, geht die dann doch schon früher los und gegen 20:10 Uhr können wir uns mit unseren Urkunden auf den Heimweg machen.

Un getz noch ma für alle:
Es gibt beim Ruhrauenlauf eine Steigung!
Gut, mir hat sie dieses Mal nichts ausgemacht, aber für Bestzeiten taugt die Strecke nichts!
Nachdem ich letztes Jahr die Strecke ziemlich abgehechelt bin, konnte ich dieses Jahr den Lauf richtig geniessen und er war ein prima Tempotest für Münster nächste Woche!
Ach ja, wer unterwegs nichts trinkt, braucht auch nicht ralfen!
:

PS: Natürlich habe ich vergessen, alle die ich treffe von Regina zu grüßen, was ich hiermit nachhole!


Volksbank Münster Marathon 2004

6. August 2008

Ich hab da natürlich was vorbereitet:
*klicköffnendateiallesmarkierenkopiereneinfügen*
Kurz vorab: Da offline verfasst, fehlen heute die Smileys! Bevor ich jetzt alle mit meinem Bericht langweile möchte ich erst mal eine kleine Dankeshymne anstimmen! Mein besonderer Dank geht natürlich -zum ersten an meinen Spatz Regina, die mein Training mit unermässlicher Geduld ertragen und unterstützt hat!

-zum zweiten an meinen Laufkumpel Charly, der nahezu das gesamte Training mit mir absolviert und mich auch bei den langen Hitzeläufen nicht im Stich gelassen hat!

-zum dritten an den kleinen beigen Donna-Hund, der immer, wenn Frauchen mal nicht da war, mit uns “Rüden” die schnellen und die langen Läufe mitmachen musste und selbst bei 30 km nicht schlapp gemacht hat!

-und zum vierten an alle Fori und Forinen, die mir, teilweise auch unbewusst, mit ihren Beiträgen geholfen und mich motiviert haben!

Soviel zum offiziellen Teil!

Jetzt kommen wir zur Vorgeschichte:
Seit ziemlich genau 1 Jahr und 8 Monaten trainiere ich nun auf den Marathon hin! Angefangen hatte alles noch drei Monate vorher, als ich nach relativ wenig Training, etwas hatte ich das Jahr vorher schon gelaufen, aus einer Laune heraus, zusammen mit Vereinskollegen aus unserem Hundesportverein,
den Viertel eines Staffelmarathon bestritten hatte.
Insbesondere durch die dort auch startenden Einzelmarathonis
war ich auf das schmale Brett gekommen, mit zwölf Wochen
Training Anfang Januar 2003 selber einen Marathon zu laufen.
Gott sei Dank machte eine Fersenprellung, die ich mir kurze
Zeit später in Hundesport zu zog und sehr langwierig war,
diesem Wahnsinn direkt ein Ende!
Nach Ausheilung, Informationen in diverser Literatur und im
Internet, ging ich am 01.01.2003 die ganze Sache langsam und
langfristiger an. Wobei für mich langfristig ein Marathon im
Januar 2004 hies! Dabei hatte ich mir zum Ziel gesetzt,
vorher mindestens den HM unter 02:00 h zu laufen.
Diese Ziele musste ich im September 2003 bedingt durch eine
Adduktorenzerrung, die ich mir im letzten Training zur
Deutschen Meisterschaft im Turnierhundsport zu zog,
korrigieren, da ungefär zwei Monate Training ausfielen.
Zum Jahreswechsel 2003/2004 stand dann fest, in Münster gebe
ich mein Marathondebut. Jetzt hiess es also das Training zu
intensivieren, die Umfänge zu steigern und endlich die
2-Stundenmarke im HM zu knacken. Der erste Versuch im
Frühjahr in Saerbeck scheiterte aufgrund mangelhafter
Wettkampfvorbereitung, aber beim zweiten Anlauf in Duisburg
fiel die Marke recht leicht!

Somit stand der intensiven Phase der Vorbereitung nichts,
ausser der Laufwoche in Ehrwald, im Wege! Eine nahezu
lauffreie Woche bescherrte mir noch eine Halsentzündung, aber
ansonsten lief die Intensiv-Vorbereitung ziemlich nach Plan
und verletzungsfrei.

So jetzt noch ein paar statistische Daten, bevor ich zum
eigentlichen Bericht komme:

Gesamtumfang 2003:
183 Einheiten mit 1240 km in 159:54:56 h

davon:
15 Wettkämpfe mit 133,8 km in 13:32:35 h
PB 2003 für:
2 km :00:09:47
5 km :00:25:43
10 km :00:56:07
HM :02:12:45

Gesamtumfang 2004:
142 Einheiten mit 1433,8 km in 166:30:31 h

davon:
12 Wettkämpfe mit 128,1 km in 11:35:42 h
PB 2004 für:
2 km :00:09:44
5 km :00:23:49
10 km :00:55:39
HM :01:57:51

So, und nun mein erster Marathon-Bericht:

Morgens um 05:00 Uhr ist es endlich so weit der
Marathonwecker reist mich aus den letzten Träumen!
Nicht das die Nacht wirklich ruhig und erholsam gewesen wäre,
aber das nützt jetzt auch nichts mehr.
Noch mal eben kurz geschaut, was die anderen gestern abend
noch so im Forum verbrochen haben und zwischendurch die
Kaffemaschine angeschmissen.
Bekanntlich soll man ja beim Marathon nicht ändern, also
besteht mein Frühstück wie üblich aus deinem Stück Kuchen und
zwei Pötten Kaffee. Nebenbei schon mal den Rucksack und den
Kleiderbeutel gepackt und mehrfach den Inhalt auf
Vollzähligkeit kontrolliert.
Fast pünktlich gegen 06:40 Uhr gehts dann los Richtung
Münster. Gegen 07:45 Uhr treffen wir am Parkplatz
Hindenburgplatz ein und ich stelle mit Verwunderung fest,
dass das erwartete Chaos ausgeblieben ist. Fast der gesamte
Parkplatz, insbesondere Parkplätze die nachmittags im
Schatten liegen, sind noch frei!
Also schnell den Wagen abgestellt und erst mal mit Regina und
den Hunden Richtung Kleiderbeutelabgabe auf den Weg gemacht.

Dort sind wir nahezu die ersten!
Unnötig zu erwähnen, dass mein Hydrationsstatus absolut gut
ist und bereits die Hinfahrt einmal zum Ralfen unterbrochen
werden musste, was jetzt in nahezu viertelstündlichem Abstand
wiederholt wird.
Als wir wieder am Wagen sind, mahnt Regina zur Ruhe, doch
damit kommt sie mir jetzt gerade recht! Ich fange langsam an,
meinen letzten dreiviertel Liter Iso in mich reinzufüllen und
die endgültige Schnürrvariante anzutesten. Gegen 08:50 Uhr
ist das dann auch erledigt. Ach ja, meine Banane habe ich
zwischendurch auch noch vertilgt, nur an den Apfel traue ich
mich nicht ran. Aber man soll ja auch beim Marathon nichts
neues ausprobieren!
Während Regina immer noch gemütlich im Auto sitzt, mach ich
mich zum wiederholten male auf den Weg Richtung Pavillon.
Mittlerweile sind auch beide Parkplätze voll und Herrscharen
von Läufern finden sich zu verschiedenen Treffen vor dem
Schloss ein. Während ich mal wieder einen freien Baum suche,
sehe ich Lebowski schon Richtung Schloss laufe. Er ist aber
zu weit weg und quer über den Schlossplatz rufen will ich
nicht. Rechts fällt mir ein geparkter Roller auf. Hatte nicht
Holger erwähnt, mit Roller anzureisen?

Also wieder zurück zum Auto um Regina und die Hunde zu holen.
Dort dann die große Überraschung, naja, eigentlich hatte ich
ihn schon erwartet, Hajott ist mit dem Radel da!
Gemeinsam machen wir uns dann auf den kurzen Weg zum
Treffpunkt. Nach etwas Warten ist dann der Großteil da:
Regina mit Donna und Charly, Hajott, Daggi, Ella, Capella,
Lebowski, Holger, Conni, ctpp, Benedikt mit Freundin und
Dalmi und ich.
Daggi und Ella halten die ganze Gesellschaft im Bild fest und
dann zerstreuen wir uns langsam in unsere Startbereiche, d.h.
Holger und ich ganz nach hinten zum gemeinen Fußvolk.

Die ersten beiden Kilometer wollen wir uns warmlaufen und
dann versuchen mit 06:16 min/km auf 04:30 Uhr anzugehen.
Schneller wird bei dem Wetter, um Start sind es geschätzte
22°C, Tendenz steigend, wohl nicht drin sein.
Pünktlich um 10:00 Uhr dringt auch bis in die letzten reihen
der Startschuss und langsam gehen wird los.

KM1: 06:35 , HF 78 %
Nach ca. 4 min haben wir die Startlinie überschritten und
drücken die Uhren ab. Das Abenteuer Marathon kann beginnen.
Das Feld ist ncoh dicht und in gemütlichem Trab geht es die
B219 runter und dann in Richtung Altstadt.
KM2: 06:14 , HF 78 %
Ein buntes Laufvölkchen ist unterwegs und nach vorne hin
wirds etwas freier. Einige viele scheinen den Ernst der lage
nicht erkannt zu haben und entschwinden nach vorne.
Spätestens ab KM 20 sammele ich die alle wieder ein. Wir
hingegen finden direkt schon unser Tempo. Unsere
Groupietruppe ist hier auch im Einsatz und mit Charly´s
Bellen im Ohr geht wieter.
KM3: 06:16 , HF 77 %
Die Temperaturen in der schattigen Altstadt sind angenehm und
schon jetzt werden wir von den Zuschauern begeistert
angefeuert. Auf der Promenade strömen die Läufer reihenweise
in die Büsche. Na da kann ich mich aber noch beherrschen.
KM4: 06:15 , HF 79 %
Das Tempo ist gleichmässig und angenehm und Holger bremst
meinen manchmal durchkommenden Vorwärtsdrang und wir machen
wieder eine Punktlandung.
KM5: 06:15 , HF 78 %
Jetzt kommt die erste Wasserstelle und eigentlich hatte ich
geplant, bis km10 nichts zu trinken. Aber, was kümmert mich
mein Geschwätz von gestern. Es ist warm und das kühle Nass
steht bereit. Ausserdem will Holger sowieso trinken. Also
einen Becher Wasser und weiter gehts.
KM6: 06:10 , HF 78 %
Hat uns nicht mal Zeit gekostet, nur ist mir jetzt klar, dass
ich das Ralfen nicht mehr bis hinter KM 10 aufschieben kann.
KM7: 05:58 , HF 79 %
Langsam wirds drückend, und ich meine nicht noch nicht die
Temperaturen. Holger beruhigt mich, dass wir nach der
nächsten Wasserstelle wieder auf der Promenade laufen, wo man
es dann laufen lassen kann.
KM8: 06:45 , HF 80 %
Wieder einen Becher Wasser und mit musikalischer
Unterstützung, bei KM3 hatten wir diese Bühne aus der anderen
Richtung passiert, gehts wieder ins Grüne und dieses Mal für
Holger und mich in die Büsche. Viel Zeit verlieren wir aber
nicht.
KM9: 06:08 , HF 79 %
Trotz einer Strassenunterquerung mit der anschließenden
Steigung können wir das Tempo halten, was nicht unwesentlich
an den schattenspendenden Bäumen liegt.
KM10: 06:03 , HF 79 %
Jetzt drehen wir eine Schleife mitten durch die Fußgängerzone
und vorbei an vielen Strassencafe´s, die allerdings nur
schwach besucht sind. Gleich sollte auch der erste
Verpflegungspunkt kommen.
KM11: 06:27 , HF 78 %
Kurz nach KM 10 ist es soweit, endlich der erste “richtige”
Verpflegungspunkt und ich kann neben Wasser einen Becher
“Powerade” testen. Schmeckt ganz gut und ob´s verträglich
ist, sollte sich bis zum nächsten Verpflegungspunkt schon
zeigen. Wie ich noch so mit meinem Becher weitergehe, sehe
ich, dass es sogar hier schon Cola gibt. Nun ja, egal, das
brauche ich jetzt eigentlich noch nicht. Vorsichtig tasten
wir uns um die Kurve. Ist nicht ganz ungefährlich, da der
Boden, der aus poliertem Granit besteht, ziemlich nass ist.
KM12: 06:14 , HF 81 %
Kurz vor dem Ziel biegen wir links ab und machen uns auf den
Weg, raus aus Münster. Unsere Groupies kriegen wir hier nicht
so richtig mit.
KM13: 06:11 , HF 83 %
Mit musikalischer Untermalung gehts Richtung Aasee. Bevor es
ins nächste Wohngebiet geht, verabschiede ich mich mal kurz
Richtung Aaseeufer und Holger läuft langsam weiter. Nach
kurzem Zwischensprint hole ich Holger wieder ein. Am
Wasserstand kurz einen Becher gelehrt und weiter gehts.
KM14: 06:13 , HF 80 %
Nun queren wir den Aasee und auf der anderen Seite geht es im
Schatten wieder zurück.
KM15: 06:06 , HF 80 %
Gedanklich formuliere ich schon einen Groupieverrissthread,
als sie uns dann doch wieder bejubeln.
KM16: 06:27 , HF 81 %
Dann gibts auch schon wieder Wasser und Iso. Da mir das erste
gut bekommen ist, greife ich auch hier zu. Die Bananen und
die Cola spare ich mir noch für später auf.
KM17: 06:00 , HF 82 %
Jetzt bewegen wir uns Richtung Gievenbeck und der Schatten
wird langsam weniger und das Einsammlen der Schnellstarter
geht weiter.
KM18: 06:26 , HF 83 %
Obwohl die Strecke nun leicht ansteigt, können wir fast das
Tempo halten.
KM19: 06:39 , HF 83 %
Es geht weiter “bergan” und langsam macht uns die Sonne zu
schaffen An der nächsten Wasserstelle nehme ich zum ersten
Mal zwei Becher.
KM20: 06:06 , HF 84 %
Auf der Linken seite sehen wir nun die super
Fensterdekoration von Bene´s Freundin. Wir beschließen, beim
nächsten Verpflegungspunkt ausgiebig zu “frühstücken”.
KM21: 08:08 , HF 80 %
Kurz nach km 20 kommt er dann. Dieses mal genehmige ich mir
das volle Programm, also ein Wasser, ein Iso, eine Cola und
ein Stück Banane. Holger hängt ein bischen durch aber ichg
denke, dass wird schon wieder. Jetzt geht es kurz vor der HM – Marke
in einen kleinen Wald. Prima Gelegenheit um mal
wieder einen Baum aufzusuchen.
KM22: 06:09 , HF 84 %
Beim HM zeigt die offizielle Uhr 02:18 an, was für uns
irgendwas um 02:14 heißt. Passt also ganz gut. jetzt geht es
wieder raus in die Sonne und die Duschen nehmen zu. Ich spare
mir diese allerdings auf der gesamten Strecke, da mir das
Wasser einfach zu kühl ist. Bei einem Überholvorgang bleibt
Holger etwas zurück und schließt auch nicht mehr auf. Ich
beschließe kommentarlos sein Angebot, alleine weiterzulaufen,
anzunehmen und lasse Holger zurück.
KM23: 06:25 , HF 87 %
Nächster Wasserstand mitten auf freier Strecke in der Sonne.
Meine nun üblichen zwei Becher wasser gekippt und weiter
gehts.
KM24: 05:41 , HF 88 %
Hier hat die Strecke jetzt etwas Gefälle und ich kann es
laufen lassen. Gleich gibts ja schon wieder Verpflegung.
KM25: 06:24 , HF 88 %
Gestärkt mit dem kompletten Programm an Verpflegung und Musik
im Ohr, geht´s aus Gievenbeck raus, Richtung Roxel.
KM26: 05:56 , HF 89 %
Trotz Sonne, kann ich so gestärkt wieder Gas geben.
KM27: 06:01 , HF 89 %
Jetzt kommen mir auf der anderen Strassenseite die “Profis”
schon aus Roxel entgegen. Wieder super Unterstützung an einer
Bühne und mit zwei Bechern Wasser geht es Richtung A1.
KM28: 06:26 , HF 89 %
Auf der anderen Seite ist jetzt schon KM 35 und dort kommt
mir Bene entgegen. Ich finde er sieht noch gut aus, während
ich ziemlich mit der Steigung zur Autobhanquerung zu kämpfen
habe.
KM29: 06:33 , HF 90 %
Bei 28,5 liegt die A1 hinter mir und Roxel direkt vor mir.
KM30: 06:59 , HF 88 %
Am Verpflegungspunkt wieder das volle Programm. Die
angebotene Massage lehne ich aber dankend ab. Noch bin ich
nicht über meine Trainingslänge hinaus und fühle mich gut.
KM31: 05:47 , HF 91 %
Das schlägt sich auch sofort wieder im Kilometerschnitt
nieder. Der eine oder andere Spruch wird noch mit Mitläufern
gewechselt und schon liegt Roxel hinter mir.
KM32: 06:11 , HF 91 %
Jetzt folgt eine völlig unnötige Schleife durch das Umland
von Roxel. Nagut, irgendwie müssen wir ja auf die 42 km
kommen und die Wasserstelle entschädigt und erfrischt.
KM33: 06:54 , HF 89 %
Die Rampe zur A1 ist auf dieser Seite etwas steiler und
kostet doch ein paar Sekunden. Jetzt betrete ich
streckenlängenmäßig auch Neuland, da mein Längster in der
Vorbereitung 32 km war.
KM34: 06:14 , HF 91 %
Der Verkehr auf der Autobahn interessiert mich nicht
wirklich, aber die Wärmeabstrahlung der Fahrbahn kann man bis
auch die Brücke spüren.
KM35: 07:33 , HF 86 %
Nach kurzem Gefälle geht es erst mal langgezogen abwärts
Richtung Münster zurück. An der Verpflegungsstelle wieder
All-Inklusive und weiter gehts.
KM36: 06:22 , HF 91 %
Auf der Gegenfahrbahn sind noch einzelne Läufer unterwegs und
dann kommt auch schon der Besenwagen. Kurz davor wird Einer
auf dem Boden liegend mit Krämpfen behandelt und im Bus
auch einer. Hoffentlich ist es nicht Holger.
KM37: 06:03 , HF 91 %
Jetzt kann ich es wieder schön laufen lassen. Aber ganz so
abwärts, wie auf dem Streckenprofil gehts doch nicht. Münster
hat mich wieder und ich muss wieder Slalom durch die Duschen
der wohlmeinenden Anwohner laufen.
KM38: 07:33 , HF 87 %
Die nächste Wasserstelle wird von mir sensüchtig erwartet und
ich “bestehe” auf zwei komplett gefüllten Bechern.
Eigentlich warte ich ja auch immer noch auf den Hammermann,
um ihm richtig Bescheid zu stossen, aber Pustekuchen. Der
scheint mit den anderen genug zu tun zu haben!
KM39: 06:04 , HF 89 %
Wieder gehts runter und es läuft immer noch!!! Auf den
letzten Kilometern liefere ich mir ein kleines Rennen mit
eine zwei Läufern, die zwar etwas langsamersind wie ich, aber
ihre Becher laufend leeren können. Bis zur nächsten Wasser-
oder Verpflegungsstelle habe ich sie immer wieder überholt.
Das ist Balsam fürs Ego.
KM40: 07:07 , HF 89 %
Jetzt wieder Musik und Entertainment und die letzte
Verpflegung. Gut, Banane bringts auf den letzten zwei
Kilometern nicht mehr und so spare ich mir diese.
KM41: 05:54 , HF 89 %
Langsam wird mir klar, dass ich locker durchkomme. Ob jetzt
noch Sub4:30 ist mir im Moment egal, aber das eine oder andere
Tränchen kann ich jetzt gerade noch zurückhalten. Das kann ja im
Ziel lustig werden. Meine Kappe ziehe ich mir schon mal etwas
tiefer in die Stirn, damits später nicht so auffällt.
Ziemlich genau bei 41 steht die Groupietruppe und schreit
sich die Seele aus dem Leib. Fassung bewahren, ferundlich
winken und weiter gehts.
KM42+: 06:52 , HF 94 %
Trotz des Geschreis konnte ich Charly auch noch Bellen hören.
Gerne hätte ich ihn mitgenommen, aber im Zielbereich ist ein
Hund einfach deplaziert. Aus dem ehemals dichten Läuferfeld
ist eine Reihe von Einzelläufern geworden. Es geht aber,
trotz leichter Steigung in der prallen Sonnen immer noch was
und ich kann bis zu Ziel noch ein paar einsammeln. Als ich
von der Rothenburg auf den Prinzipalmarkt einbiege, kann ich
auf der Uhr im Ziel 04:32irgendwas erkennen. Das könnte für mich
ja noch unter 04:30 enden!!! Also jetzt doch noch Endspurt
und es reicht. Handgestoppt 04:29:03 h, offiziell netto
04:29:04 h bei einem HFSchnitt von 84 %.

Ach ja, auf dem zweiten HM war ich auch noch zweimal in den
Büschen, aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr wo!

Die befürchtete Tränenflut ist im Ziel doch ausgeblieben. Ich
bin einfach nur glücklich, kriege meine erste
Marathonmedaille umgehängt und habe nur noch Durst und
Hunger. Das ist aber kein Problem, denn die Versorgung ist
vorbildlich. Wasser, Iso, Cola, Trinkjoghurt, Bananen und
Apfelsinen so viel man will, und ich will!!!

Während ich tinkend und essend die Verpflegungsstände
abgrase, warte ich auf Holger. Ganz so weit hinter mir kann
er ja eigentlich nicht sein. Ich hole mir mein Finishershirt.
Leider muss dafür meine Startnummer eine Ecke lassen. Das
könnte man auch anders regeln, aber egal. Wieder zurück
Richtung Ziel. Regina kommt mit den Hunden so gegen 14:45 Uhr
vorbei. Ich will aber noch etwas auf Holger warten.

Langsam brennt mir die Sonne aber ein Loch ins Hirn, sodass
ich kurz vor drei dann doch den Zielbereich verlasse und im
Gedränge Regina und die Hunde recht schnell finde.

Kurz verlieren wir die Orientierung, aber der Dom ist ja
überall ausgeschildert und wir sind wieder auf dem richtigen
Weg. Regina ist etwas erschreckt als ich auf Nachfrage
erkläre, dass das sicher nicht mein letzter Marathon war.

Kurz vor der kleiderbeutelausgabe dann ein Hallo und da ist
Holger. Leider musste er bei KM 30 aussteigen.

Gemeinsam gehts dann in den Open-Air-Dusche, die superwarmes
Wasser bietet. So erfrischt machen wir uns auf den Weg zurück
zum Treffpunkt. Im Vorbeigehen sammele ich noch kurz meine
Urkunde ein und dann treffen wir auch schon die anderen
wieder.

Super Timming!!! Jetzt nach kurz hin und her gratulliert, den
Weg zum Litfaß erklärt bekommen und Regina und ich machen uns
mit dem Auto auf den Weg dahin, da es sowieso in unserer
Richtung liegt. Kurz vor 17:00 Uhr hat der Wirt ein Einsehen
mit uns und läßt uns ein. Nach dem ersten Weizenbier die
Hiobsbotschaft, dass die Küche erst um 18:00 Uhr aufmacht.

Zwischendurch noch großes hallo, als Buschi überraschend
erscheint. Wenn nicht groupen, dann wenigsten feiern!
Vorher eben noch ein paar Natschos (Danke Ella!)
und dann kommt endlich der “Ironmann”-Teller. Super lecker
Spaghetti´s mit Tomaten-Basilikum-und-ichweisnichtwasnoch und
Salat. Bene und Freundin kommen etwas später und werden bei
der Verpflegung fast vergessen!

Nach insgesamt drei Weizen reicht es mir dann. Kurz nach
19:00 Uhr machen wir uns auf den Heimweg!

Insgesamt eine gelungene Veranstalltung und ein super Tag.
Bis auf etwas Muskelkater in den Waden geht es mir super und
heute Abend werde ich sicher meinen
5-km-Laktat-Vernichtungsl-Lauf machen.

So und jetzt reichts erst mal. wer jetzt noch nicht
gelangweilt genug ist, bitte melden, dann lege ich vielleicht
noch etwas detaillierter nach!


Röntgenlauf 2004

6. August 2008

Morgen Zusammen!

Entgegen erster Erwartungen ist der Bericht doch etwas länger geworden.

Nachdem mein ursprüngliches Ziel, die letztjährige Zeit zu pulverisieren vor ungefähr 10 Tagen einer ekeligen Halsentzündung zum Opfer fiel, trat dann gestern, nachdem die Halsentzündung nunmehr entgültig auf dem Rückmarsch ist, Plan B in Kraft, d.h. gemütliche 2:30!

Also gestern morgen wie üblich mit 30 Minuten Verspätung aus dem Haus und Regina pulverisiert die letztjährige Anfahrtsbestzeit! Somit sind wir relativ rechtzeitig am Ort des Geschehens und ich habe noch genug Zeit um in Ruhe meine Startnummer abzuholen und die leidgige Bekleidungsfrage zu klären.

Es waren noch nicht alle an der Bushaltestellen aber Walter, Chris, Greeni und Jo tummelten sich dort schon.

Ich also zurück zum Auto und Klamotten an und Klamotten aus. Im Endefekt war es wie fast immer die falsche Wahl, aber ich werde das glaube ich, auch nur im Sommer bei 25°C hinkriegen.

Also zurück zu den anderen. Helmut (Heme45) und Julia (Storm) sind jetzt auch da, und da Flinki auch noch nen Startplatz für den HM bekommen hat, beschließen wir zusammen auf 2:30, bzw. erst mal mit ‘nem 7ner-Schnitt zu laufen.

Die Wärmklamotten noch schnell ins Forum-Wechselzonen-Taxi gepackt und dann gings auch schon zum Start.

Wie erwartete gabs wieder ne Startverzögerung. Chris als Staffelstartläufer sortierte sich etwas weiter vorne ein und wir versuchten auf jeden Fall vor die letzten Stöckelschleifer zu kommen, was uns auch fast gelang.

08:35 Uhr und ab geht die Post, bzw. erst mal natürlich nicht, denn Menschenmassen drängen sich vor dem Starttor. Aber langsam setzt sich der Lindwurm in Bewegung und nach ca. 30 Sekunden haben wir die Startlinie passiert. Gemütlich geht los und bei den Röntgenlauf-Ersttätern macht sich nach der ersten Kurve leichte Panik breit. Noch keine 500 m geschafft und man läuft vor eine Wand. Aber das wird schon. Gegenüber dem letzten Jahr keimt bei mir Hoffnung auf, als ich das erste KM-Schild erspähe. Doch zu früh gefreut die ersten 5 Km sind einzeln beschildert und danach wieder nur alle 5 km. Über meine HF brauchen wir garnicht reden, die war konstant ca. 15 Schläge über normal.

Aber gut, die Zeiten will ich euch nicht vorenthalten. Der erste Berg lag also mit 06:55 min/km hinter uns und wir waren voll im Plan. Der zweite brachte genauso eine Punktlandung. Allerdings kam uns auf der anderen Strassenseite schon die Spitze mit Andreas (Brickmaster) entgegen. Wir durften aber noch die Altstadt von Lennep, km3 mit 6:30 min/km, geniesen. Dann ging es wieder hoch und zurück Richtung Sportzentrum. Den Steigung-km schafften wir auch in 6:29 min/km. Helmut musste ganz kurz abreissen lassen, war aber in der Flachstrecke sofort wieder zurück. Andrea machte uns etwas Sorgen, nachdem sie fragte, ob ihre Klamotten vielleicht noch am Sportzentrum wären. Jetzt ging die rasende Fahrt wieder runter Richtung Sportzentrum. Da hies es laufen lassen. In der Kurve unten, konnten wir die Fliehkräfte kaum bremsen und wir sahen gut aus. Das wurde natürlich auch sofort von unseren Groupies bemerkt. Flinki kam uns hier abhanden. Ihrem Ausstieg haben wir nicht so richtig mitgekriegt. Aber wir waren mit 5:40 min/km auch höllisch schnell unterwegs.

Jetzt ging es endlich ins Remscheider Umland. Gemütlich waren wir unterwegs, konnten noch prima schwätzen und die Steigungen auch noch laufend bewältigen. Im Gefälle liessen wir es sowieso laufen. Apropos laufen lassen ) ) . Irgendwie zog mich, genau wie letztes Jahr, der Waldrand kurz hinter km 5 magisch an und das folgende Gefälle in den Wald hinunter lud zum aufholen ein. Also rechts raus und in die Schlange eingereiht. Für Männer war hier umsonst.

Jetzt aber hurtig hinterher. Am Ende der Gefällestrecke hatte ich Julia und Helmut wieder eingeholt. Jetzt kam dann auch kurz drauf die erste Wasserstelle wie bestellt. Neben Tee gabs hier sogar Wasser in den Geschmacksrichtungen kalt und warm! Kam dann gemischt ganz prima!

Weiter ging es auf und ab durchs Remscheider Land. Nach meinem internen Streckenplan sollte jetzt, kurz vor dem Wasserturm, die 10-km-Marke kommen. Endlich wieder eine Zwischenzeit, den gefühlsmäßig sind wir etwas schneller als nach Plan unterwegs. Komisch, vor dem Turm ist keine Markierung. Also einmal rum und dann Richtung Autobahnbrücke. Und dort steht es dann das Schild. Mit 33:24 min hatte ich Recht, aber das Polster können wir später vielleicht noch gebrauchen. Ein Mitläufer stimmt mir zu, dass letztes Jahr die 10er-Markierung 500 m früher stand. Aber was sind 500 m auf so einer Strecke.

Nach dem nächsten Gefälle haben wir ungefähr die Hälfte hinter uns und Julia und Helmut sehen gut aus. Bei mir wirds jetzt langsam etwas schwierig und ich merke die fehlenden Trainingstage und die noch nicht ganz ausgestandene Halsentzündung. Also wird die ganze Sache doch kein Spaziergang um Remscheid.

Nach der nächsten Getränkestelle muss ich mit Helmut noch mal ins Gebüsch und wir beiden alten Männer haben dann etwas Schwierigkeiten wieder zu Julia aufzuschließen. Aber bis zum nächsten Anstieg schaffen wir es dann doch. Irgendwie spinnt mir jetzt der Trampelpfad doch den Wald im Kopf rum, aber ich bringe da wohl irgendwas durcheinander, denn erst mal kommt die nächste Getränkestelle bei km 15. Höllenschnell waren wir mit 30:35 min unterwegs. Helmut muss ich zwischendurch im Ansteig schon mal bremsen, damit er nicht seine Körner verpulvert. Wir sind jetzt so schön vor dem Plan, dass etwas zu viel jetzt zu einem Einbruch auf den letzten KM führen könnte.

Ach ja, km 15 und die Getränkestelle. Wie im letzten Jahr, lag sie äusserst günstig am Anfang einer giftigen Steigung. Also gemütlich mit dem Becher in der Hand diesen Berg erklommen. Im zweiten Stück der Steigung kann Julia sich wieder von uns alten Männern absetzen und Helmut lässt mich auf dem allerletzten Stück auch noch stehen. Aber kein Problem, bergab kriegt ich sie wieder. Der jetzige Abstieg wird ziemlich heftig und hat am Ende auch noch eine Spitzkehre. Doch ich muss Julia und Helmut sagen, es ist noch nicht der schlimmste. Aber der Waldpfad kommt dann jetzt doch bald. Enge, Gedränge und Matsch, karakterisieren diesen Streckenabschnitt. Unglaublich, dass jetzt noch Läufer von weiter hinter kommen und hier hochlaufen. Wir erholen uns im Gehen und sind irgendwann glücklich oben angekommen. Jetzt geht es eigentlich nur noch runter. Aber bevor wir es laufen lassen können, wartet noch ein biestiger Abstieg auf uns. Dieses Mal ist offensichtlich wenigsten das Laub von der Strecke gefegt worden, aber ca. 20 % Gefälle sind trotzdem ziemlich heftig. Aber dann sind wir sicher unten angekommen und können den Rest des Laufes geniesen. Zweimal queren wir noch den Bach, der durch diesen Tal fließt und ca. 1 km vor dem Ziel will uns ein Trommlertrio zu einem verfrühten Schlusspurt verleiteten. Dem könne wir aber noch so gerade widerstehen. Bald ist es geschafft. Das Ziel ist nahe! Einer kleiner Tempoverschärfung von mir kann nur Julia folgen, also nehme ich die wieder zurück. Wir sind zusammen gestartet, zusammen gelaufen und kommen auch zusammen im Ziel an. Auf den letzten zweihundert Metern, als das Ziel zu sehen ist, setzen wir dann gemeinsam zu einem kleinen Zielsprint an und schaffen den HM in 02:17:06!

Helmut hat seinen ersten HM gefinished und Julia hat ein tolles Ergebnis gelaufen, da sie eine flache Bestzeit von 2:15 hatte.

Selbst für mich hat es noch für eine StreckenPB gereicht. Eine Minute besser als letztes Jahr, aber mit viel zu hoher DurchschnittsHF.

Beim ersten Blick auf meine Uhr hät’s mich fast gerissen, aber 02:10 sind ja nahezu unmöglich. Naja, hab wohl aus Freude über die erstem KM-Schilder bei km 2 meine Uhr noch mal neu gestartet.

Alle sind glücklich und zufrieden und Julia muss sich leider schon verabschieden.

Chris und Jo, unser Abholungskomitee finden wir recht schnell, obwohl die gerade erst vom Umziehen wieder zurück sind. Da noch Zeit genug ist, wollen sie uns erst wieder zum

zurückbringen. Nachdem wir das Navi-System nicht dazu bringen können, uns zum Ausgangspunkt der Fahrt zurückzubringen, lotst uns Chris per Karte. Dort angekommen Helmut und Ralf gegen Greeni und Flinki getauscht und weiter gehts zum Marathonwechselpunkt.

Ich besorge mir erst mal mein Duschzeug und dann unter die heisse Dusche. Anschließend in die Halle und zwei Teller Tortelini verputzt und dann nach draussen zum

um auf die Zielankunft von Jo zu warten. Langsam müsste er ja kommen. Die Verbindung zu den anderen Groupies lässt sich nicht herstellen und so warten Regina und ich alleine vor uns hin. Regina meint dann auch noch Conni hätte nur HM gelaufen und so warten wir alleine auf den Staffel-Jo.

Doch plötzlich, mitten im Waldlaufdurcheinander, kündigt der Sprecher Conni’s Zieleinlauf an. Super Ergebnis, sie ist bei den Frauen ganz weit vorne dabei und sieht auch nach 63 km noch gut aus!

Jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Gleichzeitig mit dem Erscheinen der Rest-Groupies und Läufer läuft Jo mit 1:38 ins Ziel und alle sind wieder zusammen:

Na gut, Conni ist schon duschen!

Aber in der Halle sind wir dann wieder komplett! Chris schafft es noch so gerade den letzten Teller Tortelini zu ergattern und Donna probiert dann mal einen Schoss

nach dem anderen

aus.

Irgendwann bringen wir auch Chris sein Gehör wieder auf normales Level (Das Mädel konnte wirklich nicht singen, Chris!) und nachdem Olzo noch kurz vorbei geschaut hat, sind alle langsam platt und nach einem Weizenbier geht es dann zurück nach Hause!

Hoffentlich ist das Wetter nächstes jahr auch so gut und auf unsere Mädel-Staffel bin ich gespannt!


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